Heeres-Offiziersdolch [M1935] mit Gehänge und Portepee – F.W. Höller Solingen
Hersteller
Höller F. W., Solingen
Modell
M1935
Klinge
zweischneidig
Länge
390 mm
Gewicht
442 g (mit Gehänge & Portepee)
Gehänge
zweiteiliges Gehänge
Zustand
2
Heeres-Offiziersdolch [M1935] mit Gehänge und Portepee – F.W. Höller Solingen
Heeres-Offiziersdolch Modell 1935 mit Gehänge und Portepee, hergestellt von F.W. Höller Solingen. Der Dolch besitzt eine Gesamtlänge von ca. 39,0 cm und entspricht der klassischen Ausführung des Heeres-Offiziersdolches mit weißem Griff und eichenlaubverzierten Beschlägen. Das Stück wird komplett mit Gehänge und Portepee angeboten.
Griff: Typisch rund ausgeführter Griff mit zweifach gedrehten Kanneluren aus weißem Zelluloid. Die Kanneluren sind konvex ausgearbeitet und verleihen dem Griff die charakteristische Erscheinung des Modells 1935. Der konische Knauf ist fest auf die Klingenangel verschraubt und mit zwölf Eichenlaubblättern dekoriert. Am unteren Griffende befindet sich der typische Zier-Griffring mit sechs nebeneinander angeordneten Eichenlaubblättern. Die Parierstange zeigt den Heeresadler, nach links blickend, mit nach unten gezogenen Flügelenden. In den Fängen hält der Adler einen Kranz mit Hakenkreuz. Altersbedingte Gebrauchs- und Patinaspuren vorhanden.
Klinge: Zweischneidige Klinge in altersgemäßem Zustand mit vollständig erhaltener Spitze. Auf der Rückseite befindet sich das geätzte Herstellerlogo „F.W. Höller Solingen“. Zwischen den Klingenschultern befindet sich das originale Stoßleder. Die Klinge zeigt eine zeittypische Oberfläche mit altersbedingten Lager- und Gebrauchsspuren.
Scheide: Die Scheide besteht aus gezogenem Stahlblech und weist auf Vorder- und Rückseite die typische körnige Oberflächenstruktur auf. Ausgeführt mit Mundblech sowie zwei eichenlaubverzierten Scheidenbändern, jeweils mit beweglichen, vollständig geschlossenen Trageringen. Das Mundstück ist separat eingesetzt und rückseitig durch eine Schraube befestigt. Die Spitze der Scheide ist abgerundet und ohne erkennbare Eindrückungen.
Historische Einordnung: Heeres-Offiziersdolch Modell 1935
Der Heeres-Offiziersdolch Modell 1935 wurde als Parade- und Repräsentationsblankwaffe für Offiziere des deutschen Heeres eingeführt. Er ersetzte den bis dahin getragenen Löwenkopfsäbel im täglichen Dienst weitgehend und entwickelte sich zu einem charakteristischen Bestandteil der Offiziersuniform.
Kennzeichnend für dieses Modell sind der helle Griff mit Kanneluren, der Reichsadler an der Parierstange sowie die eichenlaubverzierten Beschläge. Je nach Hersteller existieren zahlreiche Varianten bei Material, Fertigung und Detailausführung.
Hersteller wie F.W. Höller Solingen gehörten zu den bekannten Produzenten von Blankwaffen für Heer und Organisationen dieser Zeit und sind unter Sammlern bis heute gesucht.
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