Heeres-Offiziersdolch [M1935] mit Gehänge, Portepee & Klingenätzung – Carl Jul. Krebs Solingen
Hersteller
Krebs Carl Julius, Solingen
Modell
M1935
Inschrift
Artl. Reg. 47, Lötzen/Ostpr.
Klinge
zweischneidig
Länge
404 mm
Gewicht
438 g (mit Portepee & Gehänge)
Gehänge
zweiteiliges Gehänge
Zustand
2+
Heeres-Offiziersdolch [M1935] mit Gehänge, Portepee & Klingenätzung – Carl Jul. Krebs Solingen
Heeres-Offiziersdolch Modell 1935 mit Gehänge, Portepee und beidseitiger Klingenätzung, hergestellt von Carl Jul. Krebs Solingen. Die Gesamtlänge beträgt ca. 40,4 cm. Besonders hervorzuheben ist die aufwendig ausgeführte Regimentsätzung mit der Inschrift „Artl. Reg. 47, Lötzen/Ostpr.“, welche sehr wahrscheinlich auf das Artillerie-Regiment 47 am Standort Lötzen in Ostpreußen verweist. Der Dolch wird zusammen mit Gehänge und Portepee angeboten.
Griff: Runder Griff mit zweifach verdrehten, konvex ausgeführten Kanneluren aus orangefarbenem Trolon. Der konische Knauf ist auf die Klingenangel verschraubt und mit 12 Eichenlaubblättern verziert. Am unteren Griffende befindet sich der typische Griffring mit sechs Eichenlaubblättern. Die Parierstange ist als Reichsadler ausgeführt, nach links blickend, mit nach unten gezogenen Flügelenden. In den Fängen hält der Adler einen Kranz mit Hakenkreuz. Altersbedingte Gebrauchs- und Patinaspuren vorhanden.
Klinge: Zweischneidige, blanke Klinge in gutem Erhaltungszustand mit vollständig erhaltener Spitze. Die Klinge ist beidseitig geätzt und zeigt florale Verzierungen. Besonders markant ist die Regimentsätzung mit der Inschrift „Artl. Reg. 47, Lötzen/Ostpr.“, welche auf das Artillerie-Regiment 47 am Garnisonsstandort Lötzen in Ostpreußen hinweist. Auf der Rückseite befindet sich das geätzte Herstellerlogo „Carl Jul. Krebs Solingen“. Zwischen Klingenschultern und unterer Parierstange befindet sich das originale Stoßleder.
Scheide: Stahlscheide mit Mundblech und zwei eichenlaubverzierten Scheidenbändern, jeweils mit losen, vollständig geschlossenen Trageringen. Die Scheide wurde aus einem Stück Stahlblech gezogen und zeigt auf Vorder- und Rückseite die typische körnige Oberflächenstruktur. Die Spitze ist abgerundet und nicht eingedrückt. Das Mundstück ist separat eingesetzt und rückseitig mit einer Schraube befestigt.
Historische Einordnung: Artillerie-Regiment 47, Lötzen / Ostpreußen
Die auf der Klinge ausgeführte Inschrift „Artl. Reg. 47, Lötzen/Ostpr.“ ist sehr wahrscheinlich als Artillerie-Regiment 47 am Standort Lötzen in Ostpreußen zu lesen. Lötzen (heute Giżycko / Polen) war ein bedeutender Garnisonsstandort des ehemaligen Ostpreußens.
Die II. Abteilung des Artillerie-Regiments 47 wurde am 15. Oktober 1935 in Lötzen im Wehrkreis I aufgestellt. Für die Jahre 1937–1939 sind Ausbildungsunterlagen dieser Einheit archivisch nachweisbar. Die Abteilung bestand aus motorisierten Batterien und wurde später im Polenfeldzug, Frankreichfeldzug sowie an der Ostfront eingesetzt.
Regiments- und Widmungsätzungen auf Heeres-Offiziersdolchen wurden häufig als private Beschaffungen, Erinnerungsstücke oder Präsentationswaffen gefertigt. Die hier vorhandene Ätzung stellt eine interessante personelle oder dienstliche Verbindung zu einer konkreten Artillerieeinheit des Heeres dar.
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