Fallschirm-Kappmesser 2. Modell (Typ IIa) – R.B.Nr. 0/0561/0020 – Paul Weyersberg Solingen
Hersteller
Weyersberg Paul & Co., Solingen
Modell
1943 - 2. Modell
Inschrift
#633, R.B.Nr. 0/0561/0020
Klinge
einschneidig
Länge
157 mm (260 mm)
Gewicht
293 g
Zustand
2+
Anmerkung
Arretierknopf defekt, Klinge lässt sich nicht einrasten
Fallschirm-Kappmesser 2. Modell (Typ IIa) – R.B.Nr. 0/0561/0020 – Paul Weyersberg Solingen
Fallschirm-Kappmesser 2. Modell, Typ IIa, späte Ausführung, hergestellt von Paul Weyersberg & Co., Solingen. Diese Variante wird in der Fachliteratur in den Zeitraum ca. 1943–1944 eingeordnet. Die Klinge ist mit der Reichsbetriebsnummer R.B.Nr. 0/0561/0020 gekennzeichnet. Ein Firmenlogo befindet sich bei dieser späten Ausführung nicht mehr auf der Klinge.
Griff & Gehäuse: Das Messer besitzt die für das 2. Modell typische zerlegbare Konstruktion mit Holzgriffschalen, Metallkasten und seitlichem Druckhebel. Bei der Weyersberg-Fertigung ist der Metallkasten achtfach vernietet. Dieses Nietbild gehört zu den charakteristischen Merkmalen dieser Ausführung.
Klinge: Einschneidige Klinge aus Karbonstahl. Die Klinge trägt die für Paul Weyersberg dokumentierte R.B.Nr. 0/0561/0020. Bei der späten Typ-IIa-Fertigung wurde auf das frühere Herstellerlogo verzichtet und stattdessen die Reichsbetriebsnummer verwendet. Metallkopf, Klinge und weitere Bauteile konnten während der Fertigung mit Montage- bzw. Anpassungsmarkierungen versehen werden.
Aufreiber: Der ausklappbare Aufreiber befindet sich an der Schmalseite des Messerkastens. Ein Merkmal der Paul-Weyersberg-Fertigung ist die zweifach vernietete Flachfeder des Aufreibers. Der Aufreiber trägt einen Inspektionsstempel der Luftwaffe. Auch die Ausführung der unteren Flachfeder und deren Montage unterscheidet sich von der Fertigung der Solinger Metallwaren-Fabrik.
Erhaltungszustand: Erhaltenes Fallschirm-Kappmesser 2. Modell in der späten Weyersberg-Ausführung Typ IIa. Die Holzgriffschalen, der Metallkasten, der seitliche Druckhebel, die Karbonstahlklinge und der Aufreiber sind vorhanden. Die Klinge trägt die R.B.Nr. 0/0561/0020. Das Messer zeigt alters- und gebrauchsbedingte Spuren.
Historische Einordnung: Fallschirm-Kappmesser 2. Modell Typ IIa von Paul Weyersberg
Das Fallschirm-Kappmesser wurde bei der Luftwaffe als Spezialmesser verwendet. Das 2. Modell besitzt eine zerlegbare Konstruktion und unterscheidet sich dadurch vom frühen, vernieteten 1. Modell. Typische Bauteile sind Griffschalen, Metallkasten, Gleitklinge, Druckhebel und ausklappbarer Aufreiber.
Die hier vorliegende Ausführung wird in der Fachliteratur als Paul Weyersberg Typ IIa für den Zeitraum ca. 1943–1944 geführt. Zu den genannten Merkmalen gehören die Karbonstahlklinge mit R.B.Nr. 0/0561/0020, Bauteile aus Karbonstahl, teilweise oder vollständig gebläute Metallteile, die zweifach vernietete Aufreiber-Flachfeder, der achtfach vernietete Metallkasten und der Inspektionsstempel der Luftwaffe am Aufreiber.
Paul Weyersberg & Co., Solingen gehörte neben der Solinger Metallwaren-Fabrik zu den Herstellern deutscher Flieger- bzw. Fallschirm-Kappmesser. Während frühere Weyersberg-Ausführungen noch das Firmenlogo auf der Klinge tragen, wurde die späte Typ-IIa-Ausführung über die Reichsbetriebsnummer 0/0561/0020 gekennzeichnet.
In der zusammenfassenden Typologie der Fachliteratur wird diese Weyersberg-Variante mit der Seltenheitsangabe „Selten“ geführt. Das Messer wird ausschließlich als historisches Sammlerobjekt und zeitgeschichtliches Ausrüstungsstück beschrieben. Die Beschreibung dient der sachlichen Einordnung von Modell, Hersteller, Konstruktion, Markierung und Zustand.
Bewertung(en)



Jetzt Newsletter abonnieren und 10 € Gutschein sichern.