Heeres-Offiziersdolch [M1935] mit Klingenätzung, Portepee & Gehänge – Emil Voos Solingen
Hersteller
Voos Emil, Solingen
Modell
M1935
Klinge
zweischneidig
Länge
395 mm
Gewicht
470 g (mit Gehänge und Portepee)
Gehänge
zweiteiliges Gehänge, silbergewirkt
Zustand
1-
Heeres-Offiziersdolch [M1935] mit Klingenätzung, Portepee & Gehänge – Emil Voos Solingen
Heeres-Offiziersdolch Modell 1935 mit beidseitiger Klingenätzung, Portepee und zweiteiligem Gehänge, hergestellt von Emil Voos Solingen. Der Dolch besitzt eine Gesamtlänge von ca. 39,5 cm und entspricht der klassischen Ausführung des Heeres-Offiziersdolches mit weißem Zelluloidgriff, eichenlaubverzierten Beschlägen, gekörnter Scheide und vollständiger Trageausstattung. Die beidseitig geätzte Klinge macht dieses Stück zu einer besonders dekorativen Ausführung innerhalb der Heeres-Offiziersdolche.
Griff & Parierstange: Rund ausgeführter Zelluloidgriff in heller beziehungsweise weißer Ausführung mit zweifach verdrehten, konvex ausgearbeiteten Kanneluren. Der konische Knauf ist fest auf die Klingenangel verschraubt und mit umlaufendem Eichenlaubdekor versehen. Am unteren Griffende befindet sich der typische Zier-Griffring mit nebeneinander angeordneten Eichenlaubblättern. Die Parierstange ist in Form des Heeresadlers ausgeführt, nach links blickend, mit nach unten verlaufenden Flügelenden. In den Fängen hält der Adler einen Kranz mit Hakenkreuz.
Klinge: Zweischneidige Klinge mit beidseitiger dekorativer Klingenätzung. Die Ätzung verleiht dem Dolch eine deutlich gehobenere und repräsentative Wirkung gegenüber regulären Ausführungen mit blanker Standardklinge. Auf der Rückseite befindet sich das Herstellerlogo „Emil Voos Solingen“. Zwischen den Klingenschultern und der unteren Parierstange befindet sich das originale Stoßleder. Die Klinge bildet zusammen mit Herstellerzeichen und beidseitiger Ätzung den besonderen Mittelpunkt dieses Stückes.
Scheide: Die Scheide besteht aus gezogenem Stahlblech und besitzt auf Vorder- und Rückseite die typische gekörnte Oberflächenstruktur. Ausgeführt mit separat eingesetztem Mundstück, rückseitig durch eine Schraube befestigt, sowie zwei eichenlaubverzierten Scheidenbändern. Die Scheidenbänder besitzen jeweils lose, vollständig geschlossene Trageringe. Die Spitze der Scheide ist abgerundet und nicht eingedrückt.
Gehänge & Portepee: Zum Dolch gehört ein zweiteiliges Gehänge mit Tragebändern, Metallbeschlägen, Schiebern, Schnallen und Karabinerhaken. Das Portepee ist am Dolch angebracht und ergänzt die vollständige Trageausstattung. Zusammen mit Scheide, Gehänge und Portepee ergibt sich ein geschlossenes Ensemble des Heeres-Offiziersdolches Modell 1935.
Besonderheit: Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus Emil Voos Solingen, beidseitig geätzter Klinge, weißem Zelluloidgriff, originalem Stoßleder, gekörnter Scheide, Portepee und zweiteiligem Gehänge. Heeres-Offiziersdolche mit dekorativer Klingenätzung sind deutlich auffälliger und sammlerisch interessanter als reguläre Standardausführungen. Dieses Stück verbindet eine repräsentative Sonderausstattung mit vollständigem Tragezubehör und stellt damit ein besonders dekoratives Ensemble innerhalb der Heeres-Blankwaffen dar.
Historische Einordnung: Heeres-Offiziersdolch Modell 1935 mit Klingenätzung
Der Heeres-Offiziersdolch Modell 1935 wurde als repräsentative Blankwaffe für Offiziere des deutschen Heeres eingeführt. Er gehörte zur Ausgeh- und Paradeuniform und war kein Kampfmesser, sondern ein Rang- und Repräsentationsstück innerhalb der Offiziersausstattung.
Typische Merkmale dieses Dolchmodells sind der gerillte Griff, der konische Knauf mit Eichenlaubdekor, die Parierstange mit Heeresadler sowie die gekörnte Scheide mit zwei eichenlaubverzierten Scheidenbändern. Je nach Hersteller, Fertigungszeitraum und Materialausführung existieren zahlreiche Varianten bei Griffmaterial, Farbton, Beschlägen, Klingenmarkierungen und Gehängen.
Geätzte Klingen stellen bei Heeres-Offiziersdolchen eine besondere dekorative Ausführung dar. Sie wurden nicht bei jedem Dolch verwendet und heben das Stück optisch deutlich von regulären Standardklingen ab. Beidseitige Klingenätzungen unterstreichen den repräsentativen Charakter des Dolches und sind für Sammler ein wichtiges Ausstattungsmerkmal.
Emil Voos Solingen gehörte zu den Solinger Herstellern deutscher Blankwaffen. Das Herstellerlogo auf der Klinge ermöglicht die Zuordnung des Dolches und ist ein wesentliches Merkmal bei der Bestimmung von Heeres-Offiziersdolchen. In Verbindung mit beidseitiger Klingenätzung, Portepee und Gehänge handelt es sich um eine besonders dekorative Variante des Heeres-Offiziersdolches Modell 1935.
Bewertung(en)
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