Kriegsmarine Dolch für Offiziere [M1938] mit Damastklinge und Elfenbeingriff – WKC Solingen
Hersteller
Weyersberg Kirschbaum & Cie. WKC
Modell
M1938
Inschrift
J. Robrecht Hofl. Berlin
Klinge
Damaststahl
Länge
409 mm
Gewicht
501 g (mit Gehänge & Portepee)
Gehänge
Gehänge mit Samt unterlegt
Zustand
2+
Kriegsmarine Dolch für Offiziere [M1938] mit Damastklinge und Elfenbeingriff – WKC Solingen
Kriegsmarine Dolch für Offiziere Modell 1938 in besonders hochwertiger Ausführung mit Damastklinge, Elfenbeingriff, Portepee und einem vorhandenen Gehängeteil. Der Dolch wurde von WKC Solingen gefertigt und besitzt zusätzlich die Vertreiberätzung „J. Robrecht Hofl. Berlin“. Die Gesamtlänge beträgt ca. 40,9 cm. Es handelt sich um einen seltenen und aufwendig ausgestatteten Marinedolch mit dekorierter Scheide, vergoldeten Buntmetallbeschlägen und sehr schön ausgeführter Damastklinge. Das zweite Gehängeteil ist nicht vorhanden.
Griff & Beschläge: Heller, leicht oval verlaufender Elfenbeingriff mit umlaufender Messingdrahtwicklung. Die Parierstange und der Knauf bestehen aus vergoldetem Buntmetall. Der Knauf ist in Form des typischen Hoheitsadlers ausgeführt, der in seinen Fängen einen Kranz mit Hakenkreuz hält. Unterhalb der Parierstange befindet sich das Stoßleder. Das Portepee ist original am Dolch geknotet und ergänzt die repräsentative Erscheinung des Stückes.
Klinge: Zweischneidige Damastklinge mit beidseitig doppelten Hohlkehlen. Die Damaststruktur ist deutlich sichtbar und verleiht der Klinge eine besonders hochwertige, dekorative Oberfläche. Die Klingenangel ist mit „P D“ gestempelt, was für Damaststahl Paul Dinger steht. Zusätzlich ist die Werksnummer „80“ vorhanden, nummerngleich mit dem Knauf. Auf der Rückseite befindet sich das Herstellerzeichen WKC Solingen. Seitlich an der Fehlschärfe befindet sich die Vertreiberätzung „J. Robrecht Hofl. Berlin“ für J. Robrecht, Hoflieferant Berlin. Der Druckknopf oberhalb des Herstellerlogos ist intakt.
Scheide: Aufwendig gearbeitete, gehämmerte und dekorierte Scheide in der typischen Ausführung des Kriegsmarine-Offiziersdolches. Die Scheide besitzt zwei dekorierte Ringbänder mit vollständig geschlossenen Trageringen. Das Mundblech ist separat eingesetzt und wird seitlich durch zwei Schrauben befestigt. Die aufwendige Oberflächenstruktur und die dekorativen Beschläge unterstreichen den repräsentativen Charakter dieses Marinedolches.
Gehängeteil & Portepee: Der Dolch wird zusammen mit original geknotetem Portepee und einem vorhandenen Gehängeteil angeboten. Das Gehängeteil entspricht der typischen Ausführung für den Kriegsmarine-Offiziersdolch. Es ist jedoch nur ein Teil des zweiteiligen Gehänges vorhanden; das zweite Gehängeteil fehlt. Das Portepee ist am Dolch angebracht und ergänzt die vollständige Erscheinung dieses aufwendig ausgeführten Stückes.
Besonderheit: Besonders hervorzuheben sind die Kombination aus Damastklinge, Elfenbeingriff, WKC Solingen, Vertreiberätzung J. Robrecht Hofl. Berlin, der „P D“-Stempelung für Paul Dinger Damaststahl sowie der nummerngleichen Werksnummer 80 auf Klingenangel und Knauf. In Verbindung mit dekorierter Scheide, Portepee und vorhandenem Gehängeteil handelt es sich um ein außergewöhnlich hochwertiges und sammlerisch bedeutendes Stück innerhalb der Kriegsmarine-Blankwaffen. Das zweite Gehängeteil ist nicht vorhanden und wird entsprechend ausdrücklich erwähnt.
Historische Einordnung: Kriegsmarine-Offiziersdolch Modell 1938 mit Damastklinge
Der Kriegsmarine-Offiziersdolch Modell 1938 gehörte zur repräsentativen Ausstattung von Offizieren der deutschen Kriegsmarine. Er wurde zur Ausgeh- und Paradeuniform getragen und war kein Kampfmesser, sondern ein Rang- und Repräsentationsstück innerhalb der Marineuniform.
Charakteristisch für den Kriegsmarine-Dolch sind der helle Griff, der Adlerknauf, die geschwungene Parierstange, die dekorierte Scheide sowie die vergoldeten Beschläge. Je nach Hersteller, Fertigungszeitraum und Ausführung kommen unterschiedliche Varianten bei Griffmaterial, Klingenätzung, Scheidenstruktur, Beschlägen und Tragezubehör vor.
Damastklingen stellen bei Kriegsmarine-Dolchen eine besonders aufwendige Sonderausführung dar. Durch die strukturierte Stahloberfläche und die dekorative Wirkung des Damastes heben sich solche Klingen deutlich von regulären Standardklingen ab. Sie wurden vor allem bei hochwertigen Ausführungen, Geschenkstücken oder besonders repräsentativen Dolchen verwendet.
WKC Solingen gehörte zu den bekannten Solinger Herstellern deutscher Blankwaffen. Die zusätzliche Vertreiberätzung J. Robrecht Hofl. Berlin dokumentiert den Vertriebsweg über einen Berliner Hoflieferanten. Die Stempelung „P D“ auf der Klingenangel verweist auf Paul Dinger und ist im Zusammenhang mit Damastklingen ein besonders interessantes technisches Detail.
In Verbindung mit Elfenbeingriff, Damastklinge, Hersteller- und Vertreiberkennzeichnung, nummerngleicher Werksnummer, dekorierter Scheide, Portepee und vorhandenem Gehängeteil handelt es sich bei diesem Stück um eine außergewöhnlich hochwertige Variante des Kriegsmarine-Offiziersdolches Modell 1938. Das fehlende zweite Gehängeteil wird in der Beschreibung ausdrücklich berücksichtigt.
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