Modell
1940-1942 [Späte Fertigung]
Klinge
einschneidig
Länge
253 mm
Gewicht
262 g
Zustand
2
HJ Fahrtenmesser [Späte Fertigung]
HJ-Fahrtenmesser der Hitlerjugend in später Fertigung (ca. 1940–1942). Herstellerloses Exemplar in typischer später Ausführung. Das Messer weist altersbedingte Gebrauchs- und Tragespuren auf. Die Ledertrageschlaufe ist teilweise abgerissen.
Griff: Vernietete Griffschalen aus tiefschwarzem Bakelit mit typischem Fischgrätenmuster. In der Mitte der Griffschale befindet sich das HJ-Abzeichen der Hitlerjugend. Die vordere Griffschale ist im oberen Bereich angebrochen. Die einseitig gebogene Parierstange (Knebel) entspricht der typischen Ausführung später HJ-Fahrtenmesser.
Klinge: Einschneidige Klinge aus Stahl, original im Griff vernietet. Herstellerloses Exemplar, wie es bei späteren Fertigungen vorkommt. Die Klinge zeigt alters- und gebrauchsbedingte Spuren.
Scheide: Eisenscheide in typischer Ausführung. Die Tragevorrichtung besteht aus einer Lederlasche, welche ab etwa der Hälfte abgerissen ist.
Historische Einordnung: HJ-Fahrtenmesser in später Fertigung
Das HJ-Fahrtenmesser wurde als standardisierte Seitenwaffe der Hitlerjugend (HJ) eingeführt und gehörte zur typischen Ausrüstung männlicher Mitglieder. Spätere Fertigungen aus den Jahren ca. 1940–1942 zeigen häufig vereinfachte Herstellungsmerkmale sowie herstellerlose Ausführungen.
Im Gegensatz zu frühen Exemplaren mit Devise „Blut und Ehre!“ wurden spätere Messer häufig ohne Motto hergestellt. Charakteristisch bleiben die schwarzen Bakelit-Griffschalen mit HJ-Abzeichen, die einschneidige Klinge sowie die typische Ledertragevorrichtung.
Herstellerlose späte Ausführungen stellen typische zeitgenössische Varianten der HJ-Fahrtenmesser dar und werden als Sammlerstücke deutscher Jugendorganisationen gesammelt.
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