Aesculap, Tuttlingen

Gründung

1867

Hersteller

Aesculap-Werke, Jetter & Scheerer (dnw)

Ort

Tuttlingen

Reichsgau (SA)

Sw

Reichsgau (Rohm)

Wm (6000)

Hergestellt (SA)

13000

Seltenheit
 1.5/5

Website

www.aesculap.de

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Aesculap, Tuttlingen

 

Geschichte

Gottfried Jetter, gelernter Messerschmied, gründete im Jahr 1867 eine Werkstatt und beginnt mit der Herstellung von chirurgischen Instrumenten in Tuttlingen. Tuttlingen ist eine Stadt im Süden Baden-Württembergs. Dieser Schritt war der Anfang der Zukunft des Aesculap Unternehmens. Im Jahr 1873 wurde die Produktion bei der Wiener Weltausstellung vorgestellt. Ab 1878 belief sich die Anzahl der Mitarbeiter bereits auf 120. Fünf Jahre später schon über 200 Mitarbeiter. Zunächst trägt die Firma den Unternehmensnamen des Gründers und der beiden gleichberechtigten Teilhaber der Firma „Jetter & Scheerer“, die beiden Schwager von Gottfried. Ab 1889 wurde der Aesculapstab, der Schlangenstab mit Krone als Warenzeichen der Firma „Jetter & Scheerer“ eingetragen.
  Aesculap Werk in New York 1893
Im Jahr 1889 eröffnet Aesculap in Berlin eine erste Niederlassung und der Gründer Gottfried Jetter zieht sich im gleichen Jahr zurück. Karl Christian und Wilhelm Scheerer werden Geschäftsführer. Erst drei Jahre später wagt sich Aesculap auf den internationalen Boden: mit einer Niederlassung in New York (siehe Abbildung rechts), London, Paris, Konstantinopel, Buenos Aires und Tokio kommen kurze Zeit später hinzu. Ab 1895 wandelt sich der Familienbetrieb in eine Aktiengesellschaft und heißt ab dem Zeitpunkt nun „Aktiengesellschaft für Feinmechanik vormals Jetter & Scheerer“. 1899 beginnt der Bau der neuen Fabrik, nach den Plänen des berühmten Architekten Philipp Jakob Manz, die bis heute noch erhalten geblieben sind.  Kurz vor der Jahrhundertwende im Jahr 1899 wird das Warenzeichen AESCULAP anmeldet.

Im Jahr 1914 ist die Zahl der Mitarbeiter bereits auf über 1700 gestiegen. Während des ersten Weltkrieges, produzierte das Unternehmen Aesculap Werke nur den Grabendolch bzw. das Kampfmesser her. Die prägende Persönlichkeit des Unternehmens, Kommerzienrat Karl Christian Scheerer, tritt 1932 zurück. Seine beiden Söhne Fritz und Hans Scheerer übernehmen die Geschäftsführung. Ab 1933 bis zum Ende des 2. Weltkrieges stellte das Unternehmen das Extra-Seitengewehr, die kurze und die lange Ausführung. Das Anfertigen der Dolche für die Sturmabteilung (SA Dienstdolche und SA Ehrendolche mit Röhm-Widmung) wurden ebenfalls von Aesculap hergestellt. Außerdem wurden auch noch diverse Seitengewehre zum K98k Gewehr von Aesculap gefertigt.

Nach dem zweiten Weltkrieg hat sich das Unternehmen wieder der Medizintechnik gewidmet und ist heute einer der führenden Marktführer im Bereich Pharma und Medizintechnik.

 

Aesculap Logo

Auf dem Logo von Aesculap wird eine Schlange dargestellt, die einen Stab umwindet. Oberhalb des Stabes befindet sich eine Krone mit drei Zacken. Das ganze befindet sich in zwei Kreisen. Zwischen den Beiden Kreisen steht die Aufschrift: AESCULAP TUTTLINGEN. Heute ist das Symbol der Schlange und dem Stab des ärztlichen und pharmazeutischen Standes.

Logo: Aesculap Tuttlingen SA Dolch: Gau Sw - Aesculap Tuttlingen SA-Ehrendolch mit ausgeschliffener Röhm-Widmung: Gau Sw - Aesculap Tuttlingen

 

Aesculap Codes

Die Herstellercodes von Aesculap sind ab 1934-1937 mit dem sog. S-Code «S/245», hinter der Zahl 245 ist möglich, dass auch der Buchstabe K oder G vorkommt. Das S/245.K steht für die Jahreszahl 1934 und S/245.G für 1935. Ab 1936 wurden die S-Codes dann ohne weiteren Buchstaben gekennzeichnet, da die Jahreszahl fortan wieder komplett ausgeschrieben wurde und unter dem S-Code angebracht. Folgende Codes wurden Aesculap vom Deutschen Heeres Waffenamt zugewiesen: WaA 155 (1936-1939) | J.Sch. - Jetter & Scheerer (1937 – 1941) | WaA 655 (1940-1941)

 

Herstellungszeitraum

S-Code

WaA-Code

RZM

Sonst. Code

1934-1937

S/245.K
K=1934
G=1935

-

-

-

1936-1937

S/245

-

-

-

1937-1941

-

 

-

J.Sch.

1936-1939

-

WaA 155

-

-

1937-1941

-

WaA 655

-

-

 

Blankwaffen des Herstellers: Aesculap, Tuttlingen

Eine typische Eigenschaft von Aesculap ist, dass dieser seine Holzgriffe bei den Dienstdolchen oft mit einem Lack versiegelt hat. Und die beiden Parierstangen passten meistens immer perfekt zu dem Holzgriff. Die Gruppenstempelungen von Aesculap auf den Parierstangen sind: Sw – Südwest und Wm – Westmark.

 

  • Grabendolch
  • Heeres-Offiziersdolch [Modell 1935]
  • SA Dienstdolch [Modell 1933-1935]: Gruppenstempel: Sw – Südwest
  • SA Ehrendolch [Röhm-Inschrift]: Gruppenstempel: Wm – Westmark
  • Extra-Seitengewehr

 

* Alle Preise inkl. MwSt., ggf. Differenzbesteuert gem. §25a UStG., zzgl. Versand

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