Modell
18. Jahrhundert
Klinge
einschneidig
Länge
1010 mm
Gewicht
1276 g
Zustand
2
Persischer Shamshir Säbel aus dem 18. Jahrhundert mit Ätzungen
Persischer Shamshir-Säbel, wohl aus dem 18. Jahrhundert, mit beidseitig ausgeführter Ätzung. Die stark gekrümmte Klinge zeigt die für diese Säbelform typische elegante Linienführung mit markanter Rückenpartie und zweischneidiger Spitze. Unterhalb der Parierstange befindet sich eine Markierung bzw. Initiale, lesbar etwa als „GG“ bzw. „GC“.
Griff: Metallmontierter Griff mit eingelegten rot- bis orangefarbenen Cabochons. Eine sichere Bestimmung der Steine ist ohne gemmologische Prüfung nicht möglich; nach äußerem Eindruck handelt es sich eher um rötlich-orange Einlagen, etwa in Richtung Karneol / Achat. Offensichtliche Austauschspuren sind äußerlich nicht erkennbar. Die Metallteile sind nicht magnetisch.
Klinge: Stahlklinge mit beidseitiger Ätzung über weite Bereiche. Die Verzierung besteht aus ornamentalen Motiven und Schriftzeichen. Ein Damastbild ist nicht erkennbar; es handelt sich vielmehr um eine Stahlklinge mit dekorativer Ätzung. Alters- und lagerungsbedingte Korrosionsspuren sind vorhanden, in einzelnen Bereichen deutlicher ausgeprägt.
Scheide: Holzscheide mit Lederbezug und nicht-magnetischen Metallbeschlägen. Die Beschläge greifen die Gestaltung des Griffes mit entsprechenden Einlagen in Cabochonform auf. Insgesamt sind alters- und gebrauchstypische Spuren vorhanden.
Historische Einordnung: Persischer Shamshir-Säbel
Der Shamshir gehört zu den bekanntesten Säbelformen des persischen und allgemein orientalischen Kulturraums. Charakteristisch ist die stark gebogene, schlanke Klinge, die vor allem für ziehende Hiebe ausgelegt ist und sich deutlich von geraderen europäischen Klingenformen unterscheidet.
Stücke dieser Art wurden über lange Zeiträume gefertigt und beeinflussten zahlreiche Säbelformen in benachbarten Regionen. Besonders geschätzt sind Exemplare mit ornamentaler Ätzung, Inschriften sowie aufwendig gestalteten Griff- und Scheidenbeschlägen, da sie neben der Waffenform auch den dekorativen und repräsentativen Charakter solcher Stücke unterstreichen.
Bei historischen orientalischen Blankwaffen ist eine vorsichtige, sachliche Beschreibung wichtig. Materialbestimmungen von Steineinlagen, genaue Datierungen einzelner Montierungen oder spätere Ergänzungen lassen sich häufig nur durch weitergehende fachliche Untersuchungen sicher klären. Unabhängig davon besitzt ein alter Shamshir mit geätzter Klinge, passender Scheide und stimmiger Gesamtwirkung einen hohen sammlerischen Reiz.
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