Modell
M1852
Klinge
einschneidig
Länge
960 mm
Gewicht
1151 g
Zustand
2
Kavallerie-Offizierssäbel nach preußischem Muster M1852
Kavallerie-Offizierssäbel nach preußischem Muster M1852 mit durchbrochen gearbeitetem Korbgefäß und Stahlscheide. Der Säbel besitzt eine einschneidige Klinge, eine dunkel bezogene Griffhilze mit Drahtwicklung sowie das für diese Ausführung charakteristische mehrteilige Bügel- und Korbgefäß. Die Gesamtlänge beträgt ca. 960 mm, das Gewicht ca. 1.151 g.
Griff & Gefäß: Dunkel bezogene, strukturierte Griffhilze mit umlaufender Drahtwicklung. Die Griffkappe geht in den langen Griffbügel über. Das Gefäß ist durchbrochen gearbeitet und bietet einen weitgehenden Schutz der Hand. Die Metallteile zeigen alters- und gebrauchsbedingte Patina, Verfärbungen und Oberflächenspuren.
Klinge: Einschneidige Säbelklinge in der für Kavalleriewaffen dieser Zeit typischen Ausführung. Die Oberfläche zeigt alters- und gebrauchsbedingte Spuren. Eine Herstellerkennzeichnung oder eindeutige Truppenzuordnung ist in den vorliegenden Artikeldaten nicht angegeben.
Scheide: Stahlscheide mit Mundblech und erhaltenem Tragering. Die Oberfläche besitzt eine gleichmäßige altersbedingte Patina mit Abrieb, Verfärbungen und Oxidationsspuren. Scheide und Säbel sind zusammen erhalten.
Erhaltungszustand: Der Säbel befindet sich insgesamt im Zustand 2. Griff, Drahtwicklung, Gefäß, Klinge und Stahlscheide sind erhalten. Die Metalloberflächen zeigen deutliche alters- und gebrauchsbedingte Spuren sowie stellenweise Oxidation und Patina. Der Erhaltungszustand ist auf den Abbildungen dokumentiert.
Historische Einordnung: Kavallerie-Offizierssäbel nach preußischem Muster M1852
Das preußische Kavalleriesäbel-Modell 1852 entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts als neue Kavalleriewaffe. Charakteristisch war insbesondere das weitgehend geschlossene, durchbrochen gearbeitete Korbgefäß, das der Waffenhand gegenüber älteren Säbelmodellen einen verbesserten Schutz bot.
Das Modell wurde bei verschiedenen preußischen Kavallerieformationen verwendet. Neben militärisch ausgegebenen Mannschaftswaffen existierten auch Offiziers- und privat beschaffte Ausführungen, die sich unter anderem in Griffgestaltung, Drahtwicklung und einzelnen Details des Gefäßes unterscheiden konnten.
Ein im Schlossmuseum Jever erhaltener Kavallerie-Korbsäbel für Offiziere M1852 weist beispielsweise eine bezogene Griffhilze mit Drahtwicklung auf. Auch spätere Änderungen an der Trageweise konnten dazu führen, dass an Stahlscheiden nur noch ein Tragering verwendet wurde.
Das hier angebotene Exemplar wird aufgrund seiner Ausführung als Kavallerie-Offizierssäbel nach preußischem Muster M1852 bezeichnet. Eine darüber hinausgehende Zuordnung zu einem bestimmten Träger, Regiment oder Hersteller wird ohne entsprechende Kennzeichnungen nicht vorgenommen.
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