Historische Einordnung: Preußisches Seitengewehr M1871 – Edwald Cleff
Das Seitengewehr M1871 wurde 1871 als Standardbajonett der preußischen Infanterie zusammen mit dem neuen Gewehr 71 eingeführt. Es blieb über zwei Jahrzehnte hinweg im aktiven Dienst und zählt zu den charakteristischen Blankwaffen des frühen Deutschen Kaiserreichs.
Unteroffiziersausführungen wie dieses Stück erhielten hochwertigere Messinggriffe, feinere Verarbeitung sowie reich verzierte geätzte Klingen. Dreiseitige Ätzungen waren insbesondere bei repräsentativen oder privat beschafften Unteroffiziersseitengewehren verbreitet.
Der Hersteller Edwald Cleff aus Solingen war für kunstvolle Klingenverzierungen, hochwertige Verarbeitung und exakte Passungen bekannt. Stücke seiner Fertigung gehören zu den gesuchten Varianten des M1871.
Erhaltene Seitengewehre dieser Art – insbesondere mit vollständiger Ätzung, originaler Scheide und unbeschädigtem Messinggriff – sind heute besonders sammelwürdig und repräsentieren die hohe Qualität der frühen Solinger Produktion.




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